Das Kunstwerk

Mit der Gestaltung der knapp 500 qm großen Innenfläche der neuen Verkehrsanlage wurde der in New York lebende Künstler Josef Zutelgte beauftragt. Grundlage für die entstandene Skulptur ist DIE EICHE, die auch Namensgeberin Telgtes ist.

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Entwürfe der Telge, Foto von Simone Thieringer

Josef Zutelgte greift ein in die vorgegebene Form, indem er die Baumkrone und Äste verändert. Im Gegenspiel fügt er ein Wurzelwerk hinzu, an dessen Enden sich ebenfalls Formen widerspiegeln, die in der Form den Blättern gleich, doch kleiner sind. Dadurch entsteht eine Balance und ein Rhythmus in der Arbeit. Diese Form wird aus einer rechteckigen Platte herausgeschnitten und in sich um 90 Grad gedreht. Es entsteht ein Positiv-Negativ-Effekt. Die ganze Form wird dann in sich verkehrt, so das sich die Baumkrone auf der Augenhöhe des Betrachters befindet. Die Umkehrung des Gegenstandes ist eine Konsequenz aus dem bildhauerischen Entwicklungsprozess. Indem sich der Künstler vom Ausgangspunkt der Realität emanzipiert, kann er sich im Schaffungsprozess ganz auf Form, Oberfläche und Spannung konzentrieren.

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Josef Zutelgte mit einem Modell der Telge, Foto von Simone Thieringer

Je nach Betrachtungswinkel ist das Rechteck ein Form bestimmendes Element der Skulptur. Das Goldene Rechteck wurde von den Griechen als die ästhetisch angenehmste Form betrachtet. Man findet diese Form im Wachstum von Bäumen als auch in den Proportionen des Menschen. Die Ratio setzt sich zusammen aus dem Verhältnis von Höhe und Breite.

Die Skulptur ist eine Herausforderung an die allgemeine Annahme. Gleichzeitig gibt sie dem Betrachter die Möglichkeit seine Sichtweise zu ändern. Änderung in sich selber ist das Ziel einer freien Gesellschaft. Sie steht da als Aufruf, Alternativen seiner eigenen Sichtweisen zu suchen und als Botschaft dafür, dass es mehrere Wege gibt um Dinge anzugehen.

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