Kunst im Dialog

Bereits in den 70er Jahren gab es erste Überlegungen und Planungsvorstellungen zur Verbesserung des Kreuzungsbereiches Wolbecker Straße/Alverskirchener Straße/ Orkotten/Mozartstraße in Telgte.

Die Kreuzung vor den Baumaßnahmen

2003 gelang es dem Landesbetrieb Straßen NRW als Straßenbaulastträger, mit der Entwicklung einer ovalen Kreisverkehrslösung einen Planungsentwurf vorzulegen, der die Voraussetzung dafür schaffte, dass nun am 11. August 2006 die Freigabe der für Telgte so wichtigen Verkehrsanlage folgen kann. Nachdem im Sommer 2005 Vorarbeiten für den Baubeginn erfolgen konnten, startete die Baumaßnahme dieses Kreisverkehrs am 17.10.2005 mit einem Kostenvolumen von rd. 850.000 Euro. Mit der Einweihung des Kreisverkehrs kommt eine für Telgte wichtige Infrastruktur-Maßnahme auf dem Verkehrssektor zu einem erfolgreichen Abschluss.

Seit Anfang des Jahres 2005 ist die Verwaltung in Überlegungen eingetreten, wie der knapp 500 qm große Innenraum des Kreisverkehrsplatzes angemessen gestaltet werden kann. Nach einer gewissen Orientierungsphase konnte der in New York lebende Telgter Künstler Josef Zutelgte gewonnen werden, sich Gedanken über die Gestaltung dieses Platzes zu machen. Josef Zutelgte entwickelte eine Skulptur, die das Wappenbild der Stadt Telgte zur Grundlage nahm: Die Eiche.

Auf dieser Grundlage formte Josef Zutelgte einen mutigen Entwurf einer Stahlskulptur, die nunmehr in der Mitte des Kreisverkehrs Platz genommen hat. Bereits die Vorstellung eines kleineren Modells führte -wie kann es in der Kunst anders sein- zu einer engagierten Diskussion über das Für und Wider. 

Kleines Modell der Telge

Entwurfsmodell bei der Firma Münstermann am 02.01.2006

Die Vorstellung des Kunstwerks und seiner Philosophie durch den Künstler im Schul- und Kulturausschuss sowie in Bürgerversammlungen brachten den Durchbruch, an diesem Projekt weiterzuarbeiten.

Für mich als Bürgermeister dieser Stadt stand von vornherein fest, dass die Finanzierung der Skulptur im Kreisel außerhalb des städtischen Haushaltes erfolgen musste.

Von daher bin ich hocherfreut, dass auf der Basis einer großzügigen Zuwendung durch die Kulturstiftung der Sparkasse Warendorf eine große Anzahl Sponsoren das Spendenaufkommen von rd. 65.000 Euro innerhalb von vier Monaten aufgebracht hat. Hierfür sei allen Sponsoren herzlich gedankt. Ein Glücksfall für die Realisierung dieses Kunstwerkes war auch die Zusammenarbeit mit der Firma Münstermann aus Telgte-Westbevern. Bernd Münstermann nahm sich des Entwurfs an und plante und baute die Skulptur in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler.

Die Skulptur von Josef Zutelgte prägt den Innenraum des Kreisverkehrsplatzes. Dieser Ort stellt zukünftig eine städtebauliche Dominante im Stadtgebiet Telgtes dar. Die Skulptur gibt den Betrachtern die Möglichkeit, verschiedene Sichtweisen aufzunehmen und sie damit zu einem neuen Wahrzeichen unserer Stadt zu machen. In der Hoffnung, dass die Skulptur von den Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt angenommen wird, danke ich neben dem Künstler Josef Zutelgte und Bernd Münstermann allen Sponsoren von Herzen für ihr Engagement für unsere Stadt. In der Verwaltung danke ich Simone Thieringer und Reinhold Ginski für ihre ideengebende und konstruktive Mitarbeit an diesem doch besonderen und einmaligen Projekt für die Stadt Telgte.

Dr. Dietrich Meendermann 

Bürgermeister

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